Im Mittelpunkt des Treffens mit dem Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer stand die Förderung der heimischen Imkerei und des heimischen Honigs. Außerdem übernimmt der Landwirtschaftsminister die Schirmherrschaft für die Apimondia 2029 in Leipzig.
Am 8. September hatte Alois Rainer (CSU) zum Gespräch ins Landwirtschaftsministerium nach Berlin geladen. Die Präsidenten von DBIB, Thorsten Wilkens, und D.I.B., Torsten Ellmann, nutzten die Möglichkeit, um gemeinsam zentrale Anliegen der Imkerschaft direkt mit dem Bundeslandwirtschaftsminister zu besprechen.
Förderung der Imkerei in der GAP
Ein Schwerpunkt war die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP). DBIB und D.I.B. forderten eine gesicherte Förderung des Imkereisektors. Der Gesetzesvorschlag sieht zwar eine Pflicht zur Förderung vor, macht aber keine Angaben zur Höhe. Zudem gibt es Bestrebungen, diese Pflicht wieder aus der Verordnung zu streichen.
Schutz des Honigs vor Betrug
Auch der Schutz des Honigs war Thema. Das Ministerium unterstützt die gemeinsame Forderung, die amtliche Lebensmittelkontrolle in der Honiganalytik zu stärken. Im Raum steht, dass diese Aufgabe von einem oder mehreren Instituten in Deutschland übernommen werden könnte.
NGTs: Rechtssicherheit gefordert
Beim Thema Neue Genomische Techniken (NGT) will das Ministerium die EU-Verordnung eins zu eins umsetzen; nationale Koexistenzregelungen sieht sie nicht vor. DBIB und D.I.B. halten eine Koexistenz mit NGT-freier Landwirtschaft jedoch ohne weitere Regelungen für nicht möglich – das würde auch das Ende der Bioimkerei bedeuten. Die Verbände baten um Stellungnahme zu einem Rechtsgutachten, das nationale Regelungen für weiterhin möglich hält, und forderten Klarheit für den Fall, dass Bestandteile patentierter Pflanzen in Honig gelangen. Zudem soll sich der Minister für eine Änderung des Patentrechts einsetzen, um die Patentierung natürlicher Merkmale zu unterbinden.
Schirmherrschaft für die Apimondia 2029
Eine gute Nachricht gab es für die Apimondia 2029 in Leipzig: Bundesminister Alois Rainer übernimmt die Schirmherrschaft für den Kongress. Besprochen wurde außerdem, ob das BMLEH die Apimondia in Leipzig sowie den Auftritt Deutschlands bei der Apimondia in Dubai 2027 unterstützen kann.
DeBiMo-Finanzierung bis 2030 im Blick
Die Finanzierung des Deutschen Bienenmonitorings (DeBiMo) stand für 2026 erneut auf der Kippe. Das Ministerium teilte nun mit, dass die Finanzierung für 2027 eingeplant sei und man auch die Zeit bis 2030 im Blick habe.
Mehr deutscher Honig in Hotels und Restaurants
Zum Abschluss ging es um eine konkrete Idee: mehr heimischer Honig in Hotels und in der Gastronomie. Der Vorschlag stieß beim Minister auf offene Ohren – er kündigte an, sich dafür einzusetzen.
Thorsten Wilkens, Präsident des DBIB, zu dem Gespräch:
„Es ist ein gutes Signal, dass der Minister sich Zeit für die Anliegen der Berufsimkerei genommen hat. Gerade bei der Honigqualität, dem Umgang mit NGTs und einer verlässlichen Förderung in der GAP brauchen unsere Betriebe klare Antworten aus der Politik. Die Schirmherrschaft für die Apimondia 2029 in Leipzig ist zudem ein starkes Zeichen für die Bedeutung, die der Imkerei in Deutschland zukommt.“
Kontakt: Michael Bartel, presse@berufsimker.de
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