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Deutscher Berufs und Erwerbs Imker Bund schützt Verbraucher*innen vor verfälschtem Honig im Supermarktregal Juli 3, 2021

Berufsimkereien unterstützen neues Forschungsprojekt der Ernährungsindustrie

Burglauer, 3. Juli 2021 | DBIB Pressemeldung

Honig gehört zu den am häufigsten verfälschten Lebensmitteln weltweit. Bisher werden innerhalb von kurzer Zeit Verfälschungen derart angepasst, dass sie mit den derzeit gängigen Analysen nicht mehr oder nur sehr schwer nachgewiesen werden können.
Deshalb hat der Deutsche Berufs und Erwerbs Imker Bund (DBIB) zusammen mit dem Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V. (FEI) ein neues Forschungsprojekt zum Nachweis der Authentizität von Honig gestartet, das mit Massenspektrometrie arbeiten wird.

Annette Seehaus-Arnold, DBIB Präsidentin, erklärt dazu: „Bei der Reifung werden dem Honig von den Bienen besondere, bienentypische Enzyme zugesetzt. In diesem neuen Forschungsprojekt werden Profile dieser natürlichen Enzyme erfasst.“ Die im DBIB zusammengeschlossenen Imkerinnen und Imker stellen für dieses Forschungsprojekt die notwendige Auswahl an verschiedenen Blütenhonigen von verschiedenen Bienenrassen zur Verfügung. Ziel des Projektes ist es mit Hilfe der großen Probenauswahl, eine umfangreiche Referenzliste der nur in reinem Honig natürlicherweise vorkommenden Enzyme zu erstellen.
Dadurch wird es zukünftig sehr kostenaufwendig und schwierig werden, Honige weiterhin zu verfälschen, da die in naturbelassenem Honig vorkommenden Enzyme und ihre speziellen, sogenannten „Proteinmarker“ als künstlich erstellte Zusätze für verfälschte Honige sehr schwer im Industrielabor nachzubauen sind.

Der DBIB hat das Projekt zusammen mit dem Forschungskreis der Ernährungsindustrie ins Leben gerufen. Dank der Unterstützung des DBIB vor allem durch die vielen zur Verfügung gestellten Honig- und Bienenproben der DBIB Mitglieder wird für die Honiglabore als Ergebnis dieses Forschungsprojektes eine Referenzliste erstellt, anhand derer Honigverfälschungen zukünftig leichter nachgewiesen werden können. Der Berufsverband DBIB übernimmt damit nicht nur Verantwortung für die hochwertigen, unverfälschten Produkte seine eigenen Mitglieder, sondern schützt vor allem auch die Verbraucherinnen und Verbraucher davor verfälschten Honig im Supermarkt angeboten zu bekommen und ihn zu kaufen, ohne einen Hinweis auf die enthaltenen unnatürlichen Inhaltsstoffe zu erhalten.

Wie einfach und günstig es sein kann Produkte zur Honigverfälschung zu kaufen zeigt folgende Recherche des DBIB: auf dem chinesischen Internetportal Alibaba fanden wir im Sortiment der Firma Hangzhou Focus Corporation (https://hzfocus.en.alibaba.com), die u.a. Nestle, Kraft oder Unilever als Handelspartner angibt, ein Angebot für: „Fructose Syrup for Honey (BS SMR TMR C3 C4 C13 test pass F55)“ mit einem aktuellen Preis von 11 Cent pro kg. Und es wird in der Produktbezeichnung gleich mit angegeben welche Honig-Echtheitstests dieser Sirup besteht, denn er kommt nach Angaben des Herstellers an den Tests BS, SMR, TMR, C3, C4, C13 und F55 unbemerkt vorbei! Der DBIB hat diese Informationen bereits an Interpol und Europol weitergegeben.

Sobald also die Ergebnisse des aktuellen Honig-Forschungsprojektes mit der bisher nicht in großem Stil genutzten Massenspektrometrie vorliegen, wird es sehr kostenintensiv werden, Honige zu verfälschen und gepanschten Honig zu Dumpingpreisen nach Deutschland zu importieren. Zur Zeit wird Honig im Großhandel zum Preis von 1,25 € pro Kilo als Fassware überwiegend aus China und Südamerika importiert.

Zum Preisvergleich: in Deutschland summieren sich die reinen Herstellungskosten für naturbelassenen Honig in Jahren mit einer normalen Honigernte auf mindestens 7 bis 8 € pro kg. Hinzu kommen dann noch die Kosten für die Lagerung, das Abfüllen, den Vertrieb und der Gewinnaufschlag des Handels. Würde man den Preis für unverfälschten, wahrhaftig deutschen Honig nach dem Fairtrade Schema kalkulieren, dann müsste der Preis für ein 500 gr-Glas bei mindestens 15 € liegen.

Zusätzlich erschwerend für die deutschen Berufsimkerinnen und Berufsimker beim Preiswettbewerb in den deutschen Supermarktregalen ist die Tatsache, dass die Berufskolleginnen und -kollegen in vielen anderen EU-Ländern auf berufliche Investitionen, die sie tätigen, teilweise bis zu 70 % staatliche Förderung erhalten.
Annette Seehaus-Arnold, DBIB Präsidentin, stellt dazu klar: „Hier sehen wir vom DBIB einen klaren Wettbewerbsnachteil im Vergleich mit den Kolleginnen und Kollegen in anderen EU-Mitgliedsstaaten. Die staatlich unterstützten Berufsimkerinnen und Berufsimker anderer EU-Staaten können dadurch wesentlich günstigeren Honig auf den Markt bringen.“

Weiterführende Information
Forschungskreis der Ernährungsindustrie e. V. (FEI): www.fei-bonn.de
Projektbeschreibung auf www.fei-bonn.de/gefoerderte-projekte/projektdatenbank/aif-21505-n.projekt


 

Notwendige Unterlagen im Fall von Quarantäneanordnung oder Ausgangsbeschränkung Juli 2, 2021

Nachweis der Systemrelevanz von Imkerinnen und Imkern

Die Corona-Pandemie bringt sowohl allgemein gültige Ausgangsbeschränkungen als auch Quarantäneanordnungen für Einzelpersonen mit sich. Davon sind auch Imkerinnen und Imker betroffen, die diese Vorschriften nicht erfüllen können, da sie ihre Bienenvölker im Gelände betreuen müssen.

Im Zweifelsfall ist es also entscheidend, die richtigen Unterlagen zur Hand zu haben, um jederzeit nachweisen zu können, dass man als Imkerin oder Imker Teil der Landwirtschaft und somit systemrelevant ist, dass man beruflich unterwegs ist, z.B. um Honig zu vertreiben und vor allem, dass man Tiere betreuen muss.

Als Nachweis für die Tätigkeit als Imkerin oder Imker sollten folgende Papiere bei beruflich bedingten Fahrten während der Ausgangsbeschränkungen oder bei einer verordneten Quarantäne mitgeführt werden:

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Antwort vom Paul-Ehrlich-Institut Juni 28, 2021

zu unserer Anfrage:

Gibt es ein erhöhtes Risiko für Imker*innen einen anaphylaktischen Schock von einem Bienenstich nach der Corona Impfung zu bekommen?

Der Grund für diese Anfrage war ein Hinweis, der bei einem unserer Landesgeschäftsführer eingegangen war, worin ein Zusammenhang zwischen einem anaphylaktischen Schock nach einem Bienenstich und einer  zuvor erfolgten Corona-Impfung angenommen wurde. Da dieses Thema zudem in Varianten durch diverse Foren und E-Mails zu geistern scheint, war uns ein seriöser Faktencheck und eine Antwort dazu von einer qualifizierten Stelle wichtig. Die haben wir nun bekommen und damit ist im Wesentlichen Entwarnung gegeben.


Ihre Anfrage: Zur erhöhten Möglichkeit eines anaphylaktischen Schocks bei Bienenstichen nach erfolgter Corona-Impfung

Sehr geehrte Berufs- und Erwerbsimker*innen,

Laut den Einschätzungen des Paul-Ehrlich-Instituts sowie des Robert-Koch-Instituts ist auf Basis der derzeit vorliegenden Daten bei Impfung mit Comirnaty (BioNTech/Pfizer) oder COVID-19 Vaccine Moderna kein generell erhöhtes Risiko für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen für Personen mit bekannten Erkrankungen aus dem atopisch-allergischen Formenkreis abzuleiten (www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html). Hierzu zählt auch die Insektengiftallergie. Es wird lediglich diskutiert, ob die Polyethylenglykol(PEG)-Komponente in den Lipidnanopartikeln beider Impfstoffe für allergische Reaktionen verantwortlich sein könnten. Dies trifft aber nur für entsprechend sensibilisierte Personen zu und ist daher vollkommen unabhängig von einer Allergie gegen Bienengift zu sehen. Dies gilt dann natürlich auch in die andere Richtung. Die Bestandteile der Impfstoffe können nicht zu einer Sensibilisierung gegen Bestandteile von Bienengiften führen.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag
Ihr Anfrageteam des Paul-Ehrlich-Instituts

Paul-Ehrlich-Institut
Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel
Paul-Ehrlich-Str. 51-59, 63225 Langen
anfragen(at)pei.de
www.pei.de
Das Paul-Ehrlich-Institut ist eine Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit.


Informationen zur Asiatischen Hornisse Juni 18, 2021

Invasive Art auf der Unionsliste

Am 01.01.2015 trat die Verordnung (IAS-VO) der EU zum Umgang mit ausgewählten Invasiven Arten, welche auf einer regelmäßig fortgeschriebenen Unionsliste geführt werden, in Kraft. Aktuell sind 66 Tier- und Pflanzenarten auf dieser Liste geführt, darunter auch die Asiatische Hornisse. Als EU-Verordnung gilt diese unmittelbar. Darüber hinaus hat Deutschland mit den § 40a – 40f des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) ergänzende Regelungen zum Umgang mit Invasiven Arten der Unionsliste eingeführt.

Im Umgang mit diesen 66 invasiven Arten wird unterschieden zwischen

  • Art. 16 – Arten (Früherkennung), zu denen auch die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) zurzeit gezählt wird, sollen in einer frühen Phase der Invasion erkannt, gemeldet und möglichst unverzüglich beseitigt werden, damit keine Etablierung stattfinden kann.
  • Art. 19 – Arten (Management), wie z.B. das Indische Springkraut oder der Waschbär, gelten als etablierte und zum Teil weit verbreitete Arten. Hier soll vor allem eine weitere Ausbreitung verhindert bzw. lokal Beseitigungen oder Eindämmungen der Populationen unter Kosten-Nutzen-Aspekten und sonstigen Umweltauswirkungen durchgeführt werden.

Für weitere Informationen, zum Aussehen und Verhalten der Asiatischen Hornisse und ihrer Abgrenzung zu anderen Arten, empfehlen wir die folgenden Merkblätter

Merkblatt des baden-württembergischen Staatlichen Tierärztlichen Untersuchungsamts Aulendorf (STUA)

Deutschsprachiges Informationsblatt zur Art-Identifizierung des französischen Muséum national d’Histoire naturelle

Merkblatt 2.7. Asiatische Hornisse Vespa velutina des Schweizer Bienengesundheitsdienstes

Infos zum Auftreten der Asiatischen Hornisse und die jeweiligen Meldestellen:
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Wann ist Borreliose eine Berufskrankheit? Juni 11, 2021

Kassel, 8. Juni 2021 | Pressemitteilung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau

Borreliose kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Berufskrankheit sein,

die von der gesetzlichen Unfallversicherung zu entschädigen wäre.

Die Ursache für Borreliose ist in der Regel ein Zeckenstich. Sie kann zur Arbeits- oder Berufsunfähigkeit der Betroffenen führen, die mitunter lebenslang an Folgeschäden leiden.

Damit die Berufsgenossenschaft Borreliose als Berufskrankheit anerkennen kann, muss nachgewiesen sein, dass die Zecke den Versicherten während der Ausübung seiner versicherten Tätigkeit gestochen hat. Bei Forstarbeitern, Holzrückern, Berufsjägern, landwirtschaftlichen Unternehmern mit Bodenbewirtschaftung, Wanderschäfern sowie bei Beschäftigten im Gartenbau kann die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft (LBG) grundsätzlich davon ausgehen, dass die Infektion während der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit eingetreten ist, es sei denn, die Gesamtumstände sprechen im Einzelfall dagegen.

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Stelle für eine/n Imkermeister/in Juli 23, 2021

Am Julius-Kühn-Institut

ist eine Stelle für eine/n Imkermeister/in ausgeschrieben.

Bewerbungsschluß ist der 30. Juli 2021.

Alle weiteren Informationen sind hier veröffentlicht:

https://interamt.de/koop/app/stelle?0&id=698823


 

Komplette Imkerei zu verkaufen Juli 23, 2021

Unfallbedingt

ist eine komplette Imkerei mit derzeit ca. 70 Völkern und Material für etwa 30 weitere Völker zu verkaufen. Wabenmaß 440 x 170 mm. (Pientka-Maß)

Die Beuten sind in sehr gutem Zustand, zum Teil neuwertig.

Der Imker ist Tischler von Beruf und hat die Beuten mit entsprechender Sorgfalt selbst gebaut. Weiteres Material wird kostenlos dazugegeben.

VB 120 € je Volk mit Beute.

Bilder und Auskünfte bitte über Andreas Pientka, T 0162 8970907 erfragen.


 

Arbeitsgruppe Bienengesundheit zur Novellierung der Bienenseuchen-Verordnung (BienSeuchV) Juni 19, 2021

Wie im D.I.B. Aktuell 2/2021 auf Seite14 und in der Zeitschrift bienen&natur im Verbandsteil des D.I.B. auf Seite 61 mitgeteilt wurde, wurde auf Initiative des D.I.B. eine Arbeitsgruppe Bienengesundheit gebildet, die erstmals am 13.04.2021 virtuell tagte.

Nachdem sich die Amerikanische Faulbrut (AFB) Arbeitsgruppe des DBIB schon ab Herbst 2020 mit der AFB Thematik beschäftigt hat, haben wir vermutet, dass die Verbände DBIB und D.I.B. verschiedene Standpunkte in Hinblick auf eine mögliche Novellierung des Tiergesundheitsgesetzes vertreten werden. Da von vielen DBIB Mitgliedern der Wunsch geäußert worden war, enger mit dem D.I.B. zusammenzuarbeiten, hat der DBIB zu einer ersten gemeinsamen Video-Konferenz mit Vertretern des D.I.B. am 16.02.2021 eingeladen, um eine für beide Verbände tragbare Basis für das weitere Vorgehen zu schaffen. Bei dieser Gelegenheit haben wir klargestellt, dass es für Berufsimker*innen Erleichterungen geben muss, da diese sehr wohl in der Lage sind, mit der Amerikanischen Faulbrut umzugehen. In den meisten Bundesländern werden die AFB-Untersuchungen von Freizeitbienenhalter*innen durchgeführt, die häufig mit der hohen Völkerzahl von Berufsimker*innen überfordert sind. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass Berufsimker*innen, da diese in der Regel wandern, ihre Völker jährlich untersuchen lassen. Freizeitbienenhalter*innen, mit überwiegend festen Standplätzen wandern meist nicht. Schon dadurch übernehmen Berufsimker*innen sehr häufig das Monitoring ihrer Umgebung.

Parallel und unabhängig davon haben auch wir das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft angeschrieben und von Frau Klöckner bereits die Zusage erhalten, dass Vertreter*innen des DBIB bei der Überarbeitung der Bienenseuchen-Verordnung ebenfalls mit eingeladen werden.

Am 16.03.2021 fand dann die zweite Videokonferenz zwischen DBIB und D.I.B. statt. Dabei wurden noch einmal die verschiedenen Ansichten darlegt. Wir haben weiterhin eine Sonderlösung für die Berufsimker*innen gefordert und über eine Monitoringlösung für Freizeitbienenhalter*innen nachgedacht. Man einigte sich in dieser Konferenz drauf, dass die Leitlinie überarbeitet werden soll.

Am 20.04.2021 (eine Woche nach der ersten Sitzung der vom D.I.B. initiierten neuen Arbeitsgruppe Bienengesundheit) wurde gemeinsam besprochen, die Leitlinie anzupassen. Beide Verbände hatten daraufhin die Aufgabe, die für sie relevanten Punkte zu definieren und auszuarbeiten.

Außerdem fand am 20.04.2021 eine Videokonferenz mit dem Präsidenten des D.I.B. statt, um gemeinsame Presserklärungen abzustimmen, zur Bienengesundheit und weiteren Themen.

Aus der Presse erfuhren wir dann später, dass der D.I.B. in der Zwischenzeit – ohne unser Wissen – die Arbeitsgruppe Bienengesundheit gegründet hatte. Diese Arbeitsgruppe ist mit weiteren Arbeitsgruppen (AG der Bieneninstitute, Veterinärbehörden und FLI) im Austausch. Diese neue Arbeitsgruppe wurde also parallel zu unserer Gespräches-Serie mit dem D.I.B. gegründet, ohne uns mit einem Wort darüber zu informieren.

Angesichts dieses Vorgehens stellen sich für uns folgende Fragen:

  • Wurde die Gruppe so zusammengestellt, dass alle eine Linie vertreten?
  • Ist von vorneherein bereits vorgesehen, dass die Gesetzeslage so bleiben soll wie sie ist, oder will man die Gesetzgebung sogar noch verschärfen?
  • Wurden wir bewusst nicht eingeladen, da wir zu progressive oder innovative Forderungen stellen?
  • Sieht so eine Zusammenarbeit und eine neutrale, wissenschaftliche Herangehensweise an die Problematik des Umgangs mit der Amerikanischen Faulbrut im speziellen und mit der Bienengesundheit im allgemeinen aus?

Nach vielen Recherchen und Telefongesprächen bekamen wir gestern, am 18.06.2021, die Zusage, dass die AFB Arbeitsgruppe des DBIB in Zukunft mit am Tisch in der neuen Arbeitsgruppe Bienengesundheit sitzen wird. Wir werden nach wie vor auch für Deutschland eine Lösung fordern, die der neuen EU-Verordnung entspricht. Sollte es zu einer Novellierung der aktuellen Bienenseuchenverordnung kommen, haben wir auch für diesen Fall bereits unsere Forderungen aufgrund einer soliden Datenbasis erarbeitet und formuliert. Wir streben Regelungen an, die für Berufsimkereien keine existentiell bedrohlichen Folgen haben können. Denn ein Festhalten an der alten Leitlinie der Bienenseuchenverordnung bedeutet einen erheblichen Wettbewerbsnachteil für unsere Mitglieder innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten.

Im Rahmen dieser Diskussion sollte man auch bedenken und mit einbeziehen, dass es laut der Statistik des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft seit 2010 jährlich durchschnittlich ca. 200 Fälle der Amerikanischen Faulbrut in Deutschland gab. Im Vergleich dazu sterben an der Varroa-Milbe jährlich ca. 10-20 % aller Bienenvölker in Deutschland; das sind über 150.000 deutsche Bienenvölker. Allein diese Zahlen verdeutlichen die Unverhältnismäßigkeit der bisherigen Leitlinien der deutschen Bienenseuchenverordnung.


 

Aufruf an die Wanderimker*innen, die zur Edelkastanientracht in die Pfalz fahren Juni 11, 2021

Update zur Edelkastanienblüte in der Pfalz

11. Juni 2021 | Man sieht bereits die Blütenansätze an der Edelkastanie. Ab diesem Stadium dauert es allerdings noch etliche Tage bis Blühbeginn. An den frühen Standorten wird die Kastanie voraussichtlich ab 20. Juni blühen. Auf den späteren Standorten 3-5 Tage verzögert. Die Kastanie bringt zunächst nur Pollen. Die Nektarsekretion setzt erst etwas später ein.

Die Edelkastanien haben männliche und weibliche Blütenorgane. Die langen „Wedel“ sind die männlichen Organe. Die weiblichen Blüten sind viel kleiner und unscheinbar. Auch wenn gegen Ende der Blütezeit noch helle „Wedel“ zu sehen sind, hat die Nektarsekretion dennoch bereits aufgehört. Es empfiehlt sich, dann schnell abzuwandern, da mangels Trachtalternativen die Völker täglich 500–1000 g Honig fressen.


Erläuterungen zur vermeintlichen Nahrungskonkurrenz zwischen Wild- und Honigbienen in den Edelkastanienwäldern der Pfalz, zum Konflikte der Imker*innen mit den Naturschutzverbänden und ein Verhaltensaufruf für die Trachtzeit.

Die Edelkastanientracht ist ein beliebtes Ziel für Wanderimker aus ganz Deutschland. Trotz den nur mäßigen Ertragsaussichten  kommen Imkerinnen und Imker mit ihren Völkern aus ganz Südeutschland und teilweise sogar aus dem hohen Norden dafür in die Pfalz.

Ein Kastanien-Gürtel von wenigen Kilometern Breite zieht sich zwischen Wald und Wein an der östlichen Flanke des Pfälzer Waldes von Grünstadt bis Bad Bergzabern entlang. An manchen Orten in diesem Bereich werden während der Kastanienblüte mehrere hundert Bienenvölker auf wenigen Quadratkilometern gezählt. In der Vergangenheit gab es dort immer wieder Konflikte mit ansässigen Imkern und mit dem Tourismus in der Region. (mehr …)

Umfrage der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Mitteldeutschland e.V. Juni 11, 2021

Bitte an der Umfrage der AbL teilnehmen

Im Rahmen des Projekts: „Gezielte Insektenförderung für die Landwirtschaft: ein Win-Win für Landwirte UND Natur“ arbeitet die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) Mitteldeutschland e.V. an der Entwicklung einer neuen Agrarumweltmaßnahme bzw. der Förderung von Blühflächen im landwirtschaftlichen Bereich.

Dazu wurde eine Online-Umfrage unter www.onlineumfragen.com/login.cfm?umfrage=108344 erstellt.

Da auch die Meinung von möglichst vielen Berufs- und Erwerbsimkern für das Projekt sehr wichtig ist rufen wir unsere DBIB Mitglieder dazu auf, an dieser Umfrage teilzunehmen. Die Umfrage hat 16 Multiple-Choice-Fragen und die angegebene Dauer von 15 Minuten ist zutreffend.


BeeConnected – Fragebogen zum Thema Präzisionsimkerei Juni 11, 2021

Bitte an dieser Umfrage teilnehmen

Giulia Mainardi, Doktorandin der Julius-Maximilians-Universität Würzburg – Lehrstuhl für Tierökologie und Tropenbiologie hat uns darum gebeten zum Ausfüllen dieses Fragebogens zum Thema Präzisionsimkerei aufzurufen. Die Würzburger Universität nimmt zusammen mit staatlichen Forschungsinstituten in Frankreich und Griechenland am von der EU geförderten Projekt BeeConnected teil.

Zum ersten Teil des Projekts gehört dieser einseitige Fragebogen mit Multiple-Choice-Fragen zum Thema Präzisionsimkerei. Die Antworten sind anonym.

Das Ziel des Projektes ist es, Imkern*innen Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, um die Wintersterblichkeit von Honigbienenvölkern und die damit verbundenen wirtschaftlichen Verluste zu reduzieren. (mehr …)

Ackergifte? Nein danke! Juni 11, 2021

Berlin/Bern, 11. Juni 2021 | Pressemitteilung vom Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft

Zur Schweizer Volksabstimmung zum Pestizidausstieg: Ackergifte müssen EU-weit vom Acker

Die Schweiz stimmt am Sonntag, 13. Juni, über das Ende des Pestizideinsatzes in ihrer Landwirtschaft ab. Bio-Unternehmen in Deutschland fordern von der kommenden Bundesregierung den schrittweisen Pestizidausstieg bis zum Jahr 2035. Drei Viertel der Deutschen sprechen sich gegen Pestizide aus.

Anlässlich der am Sonntag anstehenden Volksabstimmung in der Schweiz gegen die Verwendung von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft fordert ein Bündnis aus Bio-Unternehmen, Imker-Verbänden zu denen auch der Deutsche Berufs und Erwerbs Imker Bund e.V. (DBIB) gehört und Stiftungen die kommende Bundesregierung dazu auf, den schrittweisen Ausstieg aus dem Pestizideinsatz in Deutschland und der EU einzuleiten. Aus Gründen des Gesundheits-, Arten- und Verbraucherschutzes sollten ab 2035 keine chemisch-synthetischen Pestizide in der Landwirtschaft mehr eingesetzt werden, so das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft. Zudem müsste sich die neue Bundesregierung dafür einsetzen, dass bis dahin durch eine Reform des Europäischen Pestizid-Zulassungsverfahrens keine Pestizide mehr ausgebracht werden dürften, die weiter als 20 Meter vom Acker nachgewiesen werden.

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Agrarreferent*in für Aurelia-Stiftung gesucht Juni 11, 2021

Die Aurelia Stiftung (Berlin) sucht ab 16. September 2021 für ein Jahr eine*n

Agrarreferent*in als Elternzeitvertretung in Vollzeit

Das vollständige Stellenangebot ist hier veröffentlicht:

www.aurelia-stiftung.de/2021/06/02/aurelia-sucht-agrarreferentin-fuer-elternzeitvertretung/

Bewerbungsschluss: 4. Juli 2021


Tierwirt*in oder Tierwirtmeister*in FA Bienenhaltung gesucht Juni 11, 2021

Tierwirt*in oder Tierwirtmeister*in FA Bienenhaltung (m/w/d) gesucht

Die Imkerei van den Bongard liegt am Rande des Landschaftsschutzgebietes, das sich in der Nähe des ehemaligen Rittergutes Broich befindet. Wir sind ein anerkannter Fachbetrieb des Deutschen Berufs und Erwerbs Imker Bundes e.V. und staatlich anerkannter Ausbildungsbetrieb.

Für unsere Imkerei in Willich-Anrath suchen wir eine*n ausgebildete*n Tierwirt*in Fachrichtung Bienenhaltung. Wir bieten Ihnen eine abwechslungsreiche Tätigkeit in einem tollen Team und einen langfristig sicheren Arbeitsplatz.
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