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3750 Probengläser, 70 Übungen und 20 Kilo Honig: Die erste Gruppe angehender Honig-Juroren hat ihre Ausbildung gestartet, um sich beim neuen eurobee Honey Award 2025 für das Jury-Panel zu qualifizieren. Ein Fernsehteam hat sie einen Tag lang begleitet und wollte wissen, warum es so wichtig ist, dass deutsche Honige mit einem neuen Preis ausgezeichnet werden.

Nach wochenlangen Vorbereitungen war es Anfang März endlich soweit: 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der deutschlandweit ersten Honig-Juroren-Ausbildung haben mit einer Präsenzkurswoche im März ihre Ausbildung gestartet. Sie alle haben das Ziel, in die Honig-Jury berufen zu werden für einen ganz neuen Honigwettbewerb – den „eurobee Honey Award“. Er wird zum ersten Mal im November 2025 auf der diesjährigen Imkermesse eurobee vergeben.
3750 Probengläser, 70 Übungen und 20 Kilo Honig
In der stilvollen Umgebung auf Schloss Schwanberg bei Würzburg wurde in der Faschingswoche Anfang März fünf Tage lang gemeinsam von früh morgens bis zum späten Nachmittag intensiv geschmeckt, gerochen, gerührt – und Vokabeln gelernt. Die sensorische Analyse von Sortenhonigen sowie die Durchführung von sensorischen Prüfungen in Theorie und Praxis intensiv zu trainieren, war für einige etwas ganz Neues. Insgesamt haben sich die angehenden Juroren durch 70 verschiedene praktische Übungen und Test durchgearbeitet und dabei über 20 Kilogramm Honig verkostet. Mit einem Kilo Honig pro Person ist das mehr als der durchschnittliche Deutsche im Jahr verzehrt. Mehr als 3.750 Probengläser wurden befüllt, nummeriert, verteilt, wieder eingesammelt und gereinigt.

„Das war auch für uns eine logistische Herausforderung“, sagt Kursleiter Dr. Steffen Watzke. „Hier darf nichts schiefgehen. Jede Probe muss korrekt gekennzeichnet sein und zum richtigen Zeitpunkt ausgegeben werden. Oft haben wir bis Mitternacht noch die Proben für den nächsten Tag vorbereitet. Aber uns hat das alles sehr viel Spaß gemacht. Vor allem waren die Teilnehmer so motiviert von ihren Fortschritten, dass sie selbst oft noch bis in die Nacht weiterdiskutiert und gegenseitig ihre eigenen mitgebrachten Honige verkostet haben. Diese Begeisterung hat auch uns angespornt.“ Der Kurs läuft noch bis Ende September mit regelmäßigen Online-Trainingsterminen.
Die hohe Qualität der Inhalte und die professionelle Durchführung sind von allen Teilnehmern gelobt worden. „Und wir Ausbilder waren begeistert von dem großen Engagement und der guten Stimmung vor Ort!“ sagt auch Kursleiterin Ursula Lensing. „Das ist die beste Voraussetzung, dass uns gut ausgebildete, hochmotivierte und qualifizierte Jurorinnen und Juroren für den ersten eurobee Honey Award dieses Jahr zur Verfügung stehen werden!“
„Dann hast Du deinen Honig noch nicht gefunden“
Für Victor Hernández, Stadtimker aus Kassel, hat die Ausbildung aber noch mehr Perspektiven als vielleicht Richter in einer Jury zu werden. Er wirbt für seinen Kasseler Stadthonig, dass er von ungespritzten Flächen in Gärten und Parkanlagen kommt. Jetzt möchte er auch seine neuen Sensorik-Kenntnisse für das Marketing nutzen: „Wenn jemand zu mir sagt, ´Ich mag gar keinen Honig´, dann antworte ich: ´Du hast Deinen Honig vielleicht noch nicht gefunden´.“ Denn die feinen Nuancen im Aroma, die Textur auf der Zunge, die säuerlichen oder ätherischen Noten erlebt man erst bewusst, wenn man sie erkennen und benennen kann. „Jetzt kann ich beschreiben, dass mein Honig nach „fermentierten Früchten“ schmeckt oder eine „harzig-balsamige“ Note hat, und damit viel besser zeigen, wie facettenreich und unterschiedlich unsere deutschen Honige sind. Genau das will ich im Kundengespräch einsetzen. Denn jedes Gespräch verändert etwas. Auch wenn ein Kunde nicht gleich kauft, soll er doch ein positives Erlebnis haben. Wir Imker müssen marketingorientierter werden.“
Eurobee Honey Award: Siegel für beste Honigqualität
Und beim Honigmarketing setzt auch der neue Wettbewerb für herausragende Honigqualität an. Der eurobee Honey Award wird 2025 zum ersten Mal vom Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbund verliehen. Auch vor dem Hintergrund der vielen Honigverfälschungen, die seit einigen Monaten in ganz Europa aufgedeckt werden, will der Berufsimkerverband die hohe Qualität, Reinheit und den gesundheitlichen Wert von authentischem, heimischem Honig wieder ins Bewusstsein rücken. Das war auch der Grund für den Besuch vom Fernsehen. Das Team arbeitet an einer Reportage über Honigverfälschung und wollte genauer wissen, worauf es bei einem hochwertigen Honig ankommt.
Der eurobee Honey Award stellt die Reinheit und Qualität von Honig deutscher Imkerinnen und Imker in den Mittelpunkt. Die jeweils besten der eingereichten Honige je Kategorie können im Herbst 2025 Preise in Gold, Silber und Bronze gewinnen. Die Sieger werden auf der nächsten Imkermesse eurobee in Friedrichshafen in einem offiziellen Festakt geehrt. Für Imker ist die Auszeichnung ein wertvolles Instrument ihr Produkt noch besser zu bewerben. Und für Kunden ist das Preissiegel eine Orientierung, wenn sie beste und regionale Qualität suchen.
Die Ausbilder
Die international ausgebildeten Honigsensoriker Dr. Steffen Watzke und Ursula Lensing führen die Imkerei Honiglandschaften bei Augsburg und sie haben die „Honig-Akademie“ gegründet. Dort entwickeln sie Lehrgänge für die Ausbildung von Honigsensorikern, erstellen individuelle Geschmacksbeschreibungen für Honige und veranstalten Tastings und Verkostungen. Für den Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbund leiten sie den Ausbildungskurs für Honigjuroren.
Mehr Infos: berufsimker.de und honigakademie.de
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19.03.2025 /6.000 Zeichen
Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund e. V./ Janine Fritsch
Disclaimer: Der Artikel und seine Inhalte dürfen kostenfrei bei Nennung der Quelle verwendet werden. Text und Bilder unterliegen dem Urheberschutz. Quelle: Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund
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Kontakt
S. Pfaffenrot
Berger 22
59394 Nordkirchen
Mobil 0170 6656675
honig-pfaffenrot(at)web.de
Telefonischer Rückruf bitte zwischen 18.00 Uhr und 21.00 Uhr.
Jetzt auch in der Schweiz: 17 von 20 Honigen nicht authentisch

Eine DNA-Analyse im Auftrag der Redaktion «Kassensturz» des Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) zeigt: 17 der 20 getesteten Honige bewertet das Labor als «nicht authentisch». Es sind vor allem kostengünstige Importhonige. Die Redaktion veröffentlicht am 11. Februar hier auch eine Liste der getesteten Honigmarken: Neue DNA-Analyse: Viele Import-Honige sollen gepanscht sein
Solitärbienentag Celler-Imkermesse
Ein Highlight der diesjährigen Celler Imkertage am letzten Januarwochenende war der Solitärbienentag mit Expertenvorträgen und Diskussion. Nach dem Symposium war klar, Honigbienen und Wildbienen gehören untrennbar zusammen. Imker und ihre Bienenstöcke aus Heideflächen und Naturschutzgebieten zu verbannen, geht am Problem vorbei.

Hintergrund der immer wieder aufkochenden Diskussion ist die Annahme, Honigbienen würden Wildbienen bedrohen oder verdrängen. Deshalb hat der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund neben namhaften Fachexperten, auch Vertreter von Presse und Behörden eingeladen, sich zu informieren und Fehlinformationen auszuräumen. Die Behauptung einer solchen Konkurrenz ist nicht neu. Schon seit den 1980er Jahren gibt es immer wieder Forderungen, Imkern das Aufstellen von Bienenvölkern in Naturschutzgebieten zu verbieten. Aktuell ist es z.B. die Wanderimkerei in der Fischbeker Heide südlich von Hamburg und in Süddeutschland sorgte ein Erlass für die Saalbachwiesen erst Anfang Januar für Aufruhr. Dort untersagte das Regierungspräsidium Karlsruhe, die Imkerei in dem Naturschutzgebiet weiter auszudehnen.

Nahrungsraum aufgeteilt:
Bienen haben Vorlieben
Dr. Otto Boecking vom Celler Bieneninstitut sieht – entgegen solcher behördlichen Anordnungen – keine Konkurrenz zwischen den Bienen. Zwar empfiehlt er, dort wo besonders gefährdete Wildbienenarten leben, keine Honigbienenvölker aufzustellen. Klar ist aber: Die Ursache für den Rückgang von Wildbienen liegt nicht an der Honigbiene, sondern am Verlust von Lebensräumen, von Biodiversität und damit von Nahrungs- und Nistplätzen. „In Niedersachsen nehmen Heideflächen immer mehr ab, unter anderem, weil sie von Gräsern überwuchert werden. Das ist zum Nachteil aller Bienen.“ betonte Boecking. Und: Die Diskussion werde seiner Ansicht nach „zu emotional geführt“. Argumente wie Honigbienen lieferten als Nutztiere keine Ökosystemleistung, sei „völlig unwissenschaftlich“. Auch pauschale Aussagen, dass Wildbienen effektiver bestäuben, sind nicht haltbar. Es kommt genau darauf an, welche Pflanze durch welche Biene besucht wird. Denn Bienen und Blüten haben sich miteinander in der Evolution entwickelt und aufeinander abgestimmt. In Massentrachten wie Obstbaumbeständen oder Raps haben Honigbienen die Nase vorn, während Wildbienen oft auf bestimmte Pflanzengattungen spezialisiert sind.
„Wir können froh sein“:
Wild- und Honigbienen ergänzen sich
Auch NABU-Sprecherin Dr. Melanie von Orlow sieht Honigbienen und Wildbienen als untrennbare Gemeinschaft. Sie begann ihren Vortrag mit einem sehr persönlichen Satz: „Diese ganze Diskussion ist für mich sehr schmerzlich, ich wünsche mir, dass beide auf der Blüte Platz finden.“ In ihrem Vortrag zeigte sie anhand von Untersuchungsdaten sehr anschaulich, dass gerade mit der gemeinsamen Bestäubung von Wild- und Honigbienen der Fruchtansatz und der Fruchtertrag – also der Erfolg der Bestäubung – signifikant höher ist als beim Blütenbesuch von wenigen einzelnen Bienenarten. „Wir können froh sein, dass wir Diversität bei Bestäubern haben. Denn diese Vielfalt fördert Bestäubung und Fruchtertrag.“ fasst die Biologin zusammen.
Dass sich Wild- und Honigbienen ergänzen und in Zusammenarbeit eine noch bessere Bestäubung liefern, erläuterte auch Florian Lauer in seinem Vortrag. Er ist WWF-Projektmanager im Insektenschutzprojekt BROMMI. Für ihn war aber noch ein anderer Aspekt wichtig: Was kann jeder selbst in seinem Garten für Wildbienen tun? Denn „dreiviertel aller Wildbienenarten nisten im Boden“ klärte Lauer auf. Nur 20 Prozent nutzen Nisthilfen. Offene, sandige Bodenflächen im Garten vorzuhalten, ist einfach und effektiv. Wer dann noch einheimische Pflanzen wie Natternkopf, Glockenblume oder Flockenblume aussät, tut viel, um Wildbienen das Leben zu erleichtern.
Der Niedersächsische Weg
Der Solitärbienentag stand unter der Schirmherrschaft von Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer und war bis auf den letzten Platz besetzt. Umweltstaatssekretärin Anka Dobslaw eröffnete den Tag mit Grußworten und erinnerte daran, dass das Land Niedersachsen nach dem Volksbegehren „Artenvielfalt.Jetzt!“ im November 2020 den „Niedersächsischen Weg“ als „einmalige und erfolgreiche Allianz für Natur-, Arten- und Gewässerschutz“ ins Leben gerufen hat. Zusätzlich bereitgestellte Gelder flossen in Naturschutzmaßnahmen, wie die Anlage von Blühstreifen, Biotopverbunden, der Förderung von Kleinstrukturen und Reduktion von Düngereinsatz in der Landwirtschaft.

(DBIB-Wespenbeauftragter Thomas Beissel, Anka Dobslaw, Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz, v.l.n.r.). Foto: Janine Fritsch
Konkurrenz macht Früchte
Insgesamt sollten wir mit dem Begriff „Konkurrenz“ im Natur- und Artenschutz also sehr viel vorsichtiger umgehen. Der Solitärbienentag hat gezeigt, dass pauschale Aussagen mehr zur Unklarheit und zur emotionalen Aufheizung beitragen, als zur Aufklärung und kühler, abwägender Diskussion. Wissenschaft ist komplex und Vorgänge in der Natur müssen vielschichtig betrachtet werden. Imkerin und NABU-Mitglied Melanie von Orlow brachte es auf den Punkt: „Konkurrenz ist per se nichts Schlechtes, weil sie Ausweichverhalten und dadurch die Effektivität der Bestäubung sogar fördert.“

Weiterführende Links:
- Badische neueste Nachrichten – Einschränkung der Imkerei in den Saalbachwiesen
- Frankfurter Rundschau – Aus Sorge um das süße Gold
- NABU Niedersachsen – Volksbegehren „Artenvielfalt.Jetzt!
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Alles auf Honig
Als großen Erfolg kann der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund in diesem Jahr seine Celler Imkertage in Norddeutschland verbuchen. Der Skandal um die Honigpanscherei ist beim Verbraucher angekommen und die Imkerschaft zeigte große Unterstützung für die Aufklärungsarbeit des DBIB. Ganz neu: Die Stadt Celle engagierte sich für den Berufsimkerbund mit der Organisation der Celler Honigtage parallel zur Messe.

Die Celler Imkertage, die der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund (DBIB) organisiert, sind jedes Jahr am letzten Januarwochenende der Treffpunkt für Imker in Norddeutschland. Celle hat als Honighochburg mit der Heideimkerei eine lange Tradition und schon im Mittelalter war Celle das Zentrum von Honig- und Wachshandel. Und zu einem überregionalen Anlaufpunkt für Honig soll die Stadt auch wieder werden, wenn es nach Stephan Iblher geht.
Celler Honigtage:
Auftakt für ein besseres Honig-Marketing
Der Berufsimker und DBIB-Landesgeschäftsführer in Hamburg will, dass Honig als Nahrungsmittel insgesamt wieder aufgewertet wird. Dafür soll Celle zu einem Honigzentrum werden, das als Stadt für Honig wirbt. „Honig ist zu billig! Und: Honig ist auch unser Kulturgut. Es ist mehr als ein gesundes Lebensmittel.“ sagt Iblher. Er hat mit Überzeugungskraft und sehr guten Argumenten die Stadtverwaltung schnell davon überzeugt, parallel zur Imkermesse die Honigtage mit einem bunten Programm rund um den Honig auszurichten. Es gab einen Honigsalon in der Alten Rathausdiele mit vielfältigen Konzepten zur Verwendung von Honig, eine Honigmassage und Honigsauna im Celler Badeland. Auf der Messe wurde ein Einführungsworkshop zur Honigsensorik angeboten. Denn ähnlich wie es Weinsommeliers machen, kann man lernen, die Honigqualität über alle Sinne zu schmecken, zu riechen und zu fühlen. Am Samstag hielt Stephan Iblher eine feurige Motivationsrede, die alle anwesenden Imker begeisterte und Ansporn war, sich persönlich noch mehr gegen die Schwemme von ausländischen Billighonigen fraglicher Qualität zu wehren.

Honigfälschungen: Spenden für mehr Aufklärung
Mehr als in den Jahren zuvor hat die Presse diesmal über die Imkertage berichtet. Anlass war vor allem das Thema Honigverfälschung. Bernhard Heuvel, Präsident des Europäischen Berufsimkerverbands, stellte in Celle die Aufdeckungsarbeit der Berufsimker und die Stärke der modernen DNA-Analyse vor. Denn die anerkannten Methoden kommen den immer raffinierten Fälschungen allzuoft nicht nach. Zusammen mit den europäischen Berufsimkern hat er bereits vor vier Jahren die „Task Force Honey“ im Europäischen Berufsimkerbund gegründet und im Hintergrund an der Aufdeckung gearbeitet. In Celle rief Heuvel die Lebensmittelketten erneut dazu auf, zu kooperieren und auf die Ergebnisse der DNA-Analysen zu reagieren. Denn die meisten Konzerne bieten nach wie vor billige Importhonige in ihren Regalen an. Dem Aufruf für die weitere Aufdeckung von Panschereien zu spenden, folgten die anwesenden Imker und Zuhörer spontan. Es kamen in kürzester Zeit 1700 Euro an Spenden noch während des Vortrags zusammen.

Moderne Testmethoden: „DNA-lügt nicht“
Kritik, an der DNA-Analyse und an dem Labor in Estland, das maßgeblich an der ganzen Vorarbeit mitgearbeitet hat, kommt u. a. vom Honigverband. Dies weist Bernhard Heuvel entschieden zurück: „Der Vorwurf, das Labor sei nicht akkreditiert und die Methode nicht standardisiert, ist dummes Zeug.“ Der DBIB-Vizepräsident wird hier sehr deutlich: „DNA lügt nicht. Diese Methode ist schon lange Stand der Technik und nicht neu.“ Sie wird in der Medizin, wie bei COVID-19, seit fast 20 Jahren in der kriminalistischen Forensik und auch in anderen Bereich der Lebensmittelüberwachung, z.B. bei Fisch, angewendet.
Wild- und Honigbienen: Aufklärung mit Experten
Neben dem Thema Honig gab es einen zusätzlichen Tag vor der Messe, der ganz der Wildbiene gewidmet war. Der Solitärbienentag unter der Schirmherrschaft von Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Denn auch die Behauptung vieler Umweltverbände und auch Naturschutzbehörden, Honigbienen bedrohten die Existenz von Wildbienen, hat massive wirtschaftliche Konsequenzen für Imker. Gerade in Heideflächen wird es Wanderimkern oft verboten, ihre Bienenstöcke zeitweise aufzustellen. Doch weder Otto Boecking vom Celler Bieneninstitut, noch Imkerin und NABU-Sprecherin Dr. Melanie von Orlow sehen Honigbienen als besondere Gefahr. Viel wichtiger sei es, die Heide besser zu pflegen und ihren weiteren Rückgang zu verhindern. In Niedersachsen nehmen die Heideflächen immer mehr ab, u.a. weil sie von Gräsern überwuchert wird. Das nimmt das Nahrungsangebot und die -vielfalt, die Wildbienen so dringend brauchen.

Die Verkaufsmesse für Imkereizubehör und Bienenprodukte zog mit rund 60 internationalen Ausstellern wieder viele hundert Besucher an. Am Samstag waren es bereits 900 und mit rund 1500 Besuchern an beiden Messetagen ist der DBIB sehr zufrieden über das große Interesse an Vortragsthemen und Produkten.
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Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund e. V./ Janine Fritsch
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Die Imkerei hat eine sehr gute Lage, da die Touristenattraktion „Wallender Born“ (dies ist ein kalter Geysir mit ca. 100.000 Besuchern pro Jahr) nur ca. 50 m entfernt ist.
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Dieser Wildbienentag steht unter der Schirmherrschaft des niedersächsischen Umweltministers Christian Meyer.
Er soll zum ökologischen Verständnis von Wildbienen und ihren Bedürfnissen beitragen und ist für alle interessierte Insektenfreunde öffentlich zugänglich.
Bitte registrieren Sie sich als Teilnehmer unter: pretix.eu/DBIB/Wildbienen-25/
Das Symposium wird online übertragen.
Bitte hier registrieren und Link erhalten: pretix.eu/DBIB/Wildbiene-25/
Ende Januar finden wieder die Imkertage in Celle statt – das Messe-Highlight für Imker und Bienenfreunde in Norddeutschland. In diesem Jahr sind zwei Schwerpunktthemen besonders brisant: Ein eigener Solitärbienentag unter der Schirmherrschaft von Umweltminister Meyer klärt zur Honig-Wildbienen-Diskussion auf, und der Skandal um die Honigpanscherei hat das Thema Honig und sein Image beim Verbraucher wieder in den Fokus gerückt.

Die Celler Imkertage am letzten Januarwochenende sind jedes Jahr wieder Dreh- und Angelpunkt für Imker und Fachhändler in Norddeutschland. Die Verkaufsmesse für Imkereizubehör und Bienenprodukte aus Honig, Propolis und Wachs zieht mit rund 60 internationalen Ausstellern am Samstag und Sonntag wieder viele hundert Besucher an. Daneben bietet die Messe auch ein vielseitiges Rahmenprogramm aus Workshops und Vorträgen zur Imkerei, zu Bienen und Naturschutz. In diesem Jahr werden zwei besonders aktuelle und brisante Themen hervorgehoben: „Stehen Wildbienen und Honigbienen wirklich in Konkurrenz?“ und „Wie können wir für die hohe Qualität und Reinheit unseres deutschen Honigs besser werben?“
Wildbienen-Diskussion: Imker unter Druck
Unter der Schirmherrschaft von Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer veranstaltet der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund dieses Jahr einen Solitärbienentag. Dafür wurde die Messe um einen Tag erweitert und beginnt mit einem Wildbienen-Symposium schon am Freitagvormittag. Es soll zum ökologischen Verständnis von Wildbienen und ihren Bedürfnissen beitragen und ist für alle interessierte Insektenfreunde öffentlich zugänglich. Insbesondere die Presse und Mitarbeiter der Naturschutzbehörden laden wir herzlich ein mitzudiskutieren.
Das Motto „Wildbiene – Honigbiene – Landwirtschaft“ ist genau gewählt, denn diese Begriffe umreißen eine Problematik, die an diesem Tag aus wissenschaftlicher Sicht fundiert betrachtet werden soll. Denn: Vor allem Berufsimker stehen aktuell vermehrt unter dem Druck, die angestammten und für sie wirtschaftlich wichtigen Standplätze, z. B. in Heideflächen oder Naturschutzgebieten, räumen zu müssen bzw. ihre Honigbienen dort nicht aufstellen zu dürfen. Die Expertenrunde soll darüber aufklären, dass es für die immer wieder behauptete Gefährdung von Wildbienen durch Honigbienen keine wissenschaftliche Grundlage gibt und mit Studien nicht belegt werden kann. Das sagt auch das Julius-Kühn-Institut als Bundesinstitut für Bienenschutz. Eine Podiumsdiskussion am Nachmittag gibt Gelegenheit, Fragen zu stellen. Unter anderem mit dabei: Dr. Melanie von Orlow, Imkerin und Sprecherin der NABU-Bundesarbeitsgruppe Hymenopteren, Florian Lauer, WWF-Projektmanager Insektenschutz Mittlere Elbe und Dr. Otto Boecking vom LAVES-Institut für Bienenkunde Celle.
Wann? Freitag 24. Januar 9.30-16.30 Uhr. Einlass ab 9.00 Uhr
Anmeldung erforderlich unter berufsimker.de/celler-imkertage
eurobee Honey Award und Aktion “Honig retten!”
Nicht erst seit der Aufdeckung der europaweiten Honigpanschereien durch Berufsimker und ihre Verbreitung über große Medienportale wie ARTE, ZDF oder ORF in Österreich, stehen Imker auch unter Druck von massivem Preisverfall und Konkurrenz durch Importe. Die Berufsimker haben viele Ideen, das Image von deutschem, hochqualitativem Honig beim Verbraucher wieder zu stärken. Auf der Messe berichten wir über die Ausbildung von zertifizierten Honig-Juroren mit Schnupperkurs, die Vergabe des ersten eurobee Honey Awards noch in diesem Jahr, über den aktuellen Stand und weitere Schritte zum Thema Honigpanscherei und zu kreativen Ideen für die Vermarktung über Online-Shops.

Zeit und Ort
Celler Imkertage, ausgerichtet vom Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbund e.V. Veranstaltungsort: Congress Union Celle, Thaerplatz 1, 29221 Celle
Parkmöglichkeit: kostenpflichtig direkt in der Tiefgarage unter dem Kongresshaus
Alle Infos unter: berufsimker.de/celler-imkertage
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09.01.2025 /4.300 Zeichen
Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund e. V./ Janine Fritsch
Disclaimer: Der Artikel bzw seine Inhalte dürfen kostenfrei bei Nennung der Quelle verwendet werden. Text und Bilder unterliegen dem Urheberschutz. Quelle: Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund
Wir sind die Allgäuer Wanderimkerei, eine naturverbundene und ambitionierte Imkerei aus dem Allgäu, Maierhöfen. Wir sind ein schnell wachsender Betrieb mit 550 Bienenvölkern im Allgäu und 500 Bienenvölkern auf Sardinien. Zudem arbeiten wir deutschlandweit mit den größten Berufsimkern zusammen.
In unserem Betrieb arbeiten 3 Imkermeister und 1 angelernter Imker. Da unsere Produktion und die Produktentwicklung viel Aufmerksamkeit von unseren Imkermeistern erfordert, suchen wir ab sofort einen Imkermeister mit Schwerpunkt auf die Führung, Pflege und Bewirtschaftung unserer deutschen Bienenvölker.
Wir suchen jemanden, der mit Fachwissen und Leidenschaft unser Team verstärkt und gemeinsam mit uns unseren Bienen-Bestand ausbaut auf 1.000 Bienenvölker bis 2026.
Im Allgäu (Maierhöfen) haben wir, neben einer sehr hohen Lebensqualität, einzigartige Trachtbedingungen in den Alpen, Wiesen und Wäldern.
Unsere primären Ernten sind:
- Löwenzahn
- Waldhonig
- Silphienhonig
- Sommerblüte
- Lindenhonig
Wir arbeiten aktuell mit Langstroh Material. Wir produzieren ausschließlich an pestizidfreien Standorten. Hier kannst Du mehr über uns erfahren: www.allgaeuer-wanderimkerei.de
Deine Aufgaben bei uns
Als Imkermeister (m/w/d) bist Du maßgeblich an der Organisation und Weiterentwicklung unserer Wanderimkerei beteiligt. Zu Deinen Aufgaben gehören:
- Betreuung und Pflege unserer Bienenvölker: von der Frühjahrsentwicklung bis zur Wintereinwinterung.
- Durchführung der Wanderimkerei: Planung und Umsetzung der Wanderungen zu den besten Trachtgebieten im Allgäu und darüber hinaus.
- Honigernte und Verarbeitung: Organisation und Leitung der Honigernte, Schleuderung und Lagerung.
- Bienenwohl und Gesundheit: Umsetzung von Maßnahmen zur Varroa-Bekämpfung, Krankheitsprävention und Pflege der Bienenvölker.
- Anleitung und Führung: Schulung von Mitarbeitern, sowie Unterstützung bei der Ausbildung von Jungimkern.
- Innovationsprojekte: Weiterentwicklung unserer Imkereimethoden und Prozesse.
Einstiegsgehalt variiert je nach Kompetenz und Erfahrung: Ca. 40.000€ – 50.000€ im Jahr.
Bei Interesse, sende bitte Deine Bewerbung mit Kontaktdaten an: Elias Bauer über elias.bauer(at)allgaeuer-wanderimkerei.de