Gut gemeint ist nicht gut gemacht

Bienenretter auf dem Holzweg 

Bernhard Heuvel, unser weltoffener und immer neugieriger DBIB-Vizepräsident, hat an einem Seminar über naturnahe Bienenhaltung von Torben Schiffer teilgenommen, nur um dort zu erfahren, dass „die Bienen vom Imker befreit werden müssen und allein die Holzkiste an der gesamten Misere der Honigbienen die Schuld trägt“.

Die von Torben Schiffer in diesem Seminar vorgebrachten Argumente waren nach Ansicht von Bernhard Heuvel eine wilde Mischung aus wissenschaftlichen Fakten, eigenen – wenn auch stark gefärbten – Beobachtungen und Versuchen und vielen frei in den Raum hinausgetragenen Behauptungen.

Darum hat er sich in einem umfangreichen Dokument, das hier als PDF zum Download zur Verfügung steht, die Mühe gemacht, die von T. Schiffer vorgebrachten Argumente, Fakten, Beobachtungen, Versuche und Behauptungen genau unter die Lupe zu nehmen, aus der Sicht eines Berufsimkers zu kommentieren, mit Hintergrundinformationen zu versehen und Hinweise auf aktuelle und wissenschaftliche Publikationen zum jeweiligen Thema zu geben.

3 thoughts on “Gut gemeint ist nicht gut gemacht

  1. Eine sehr interessante Auseinandersetzung mit den Thesen von Torben Schiffer. Da merkt man gleich dass Bernhard Heuvel mit Warré und Klotzbeuten ‚groß geworden‘ ist. Diese Diskussion um das Wesen und die wirklichen Ansprüche der Honigbienen finde ich sehr wichtig. Insofern müssen wir auch Torben Schiffer danken, dass er diese Diskussion in Gang gebracht hat. Und ein ganz großes Lob an Bernhard Heuvel für seine fundierte, ausführliche Klarstellung. Eine Antwort auf höchstem Niveau. Ich erwarte, dass dieser Disput weiter gehen wird. Letztlich können hierbei alle etwas lernen: die Berufsimker, die Hobby-Imker und auch die Bienen-Retter.

  2. Danke Herr Heuvel für diese Zeilen!
    Tatsächlich muss man sich in gewissen Kreisen rechtfertigen, dass man Honig ernten will. Ich habe 2019 in Celle bei meinem Vortrag darauf hingewiesen. Einst war ich auf einer BIO-Fach Ausstellung, dort gab es genau diese Töne gegenüber den Bio-Läden-Geschäftsführern. Mit der Schlussfolgerung, den Honig doch lieber aus S-Amerika oder Afrika zu importieren.

    Dieser Aufsatz sollte in der allgemeinen Imkerpresse veröffentlicht werden.

  3. Danke für dein Engagement lieber Bernd!
    großartig, das was du hier beschreibst entspricht voll und ganz auch meinen Erfahrungen (20 Jahre Bienenhaltung) und ich bin froh es in dieser kompakten, lockeren und intelligenten Form so bei Dir hier gefunden zu haben.
    Grüße aus dem Chiemgau
    Arno Holderied

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