Bei Umsatzeinbruch durch die Pandemie

Beantragung von Corona-Überbrückungshilfe 2 für Berufs- und Erwerbs-Imkerei-Betriebe

Auch eine Berufs- und Erwerbs-Imkerei kann Anspruch auf die Corona-Überbrückungshilfe 2 der Bundesregierung haben. Diese Hilfe umfasst die Monate September bis Dezember 2020. Das sind unter normalen Umständen für viele Berufs- und Erwerbs-Imkereien die umsatzstärksten Monate für den Honigverkauf.

Kann ein Berufs- und Erwerbs-Imkerei-Betrieb einen durch die Corona-Pandemie bedingten Umsatzeinbruch nachweisen, dann gilt:

  • bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 70%, können 90% der förderfähigen Fixkosten erstattet werden,
  • liegt der Einbruch zwischen 50–70%, kann der Staat bis zu 60% der Fixkosten auszahlen,
  • waren die Einbußen zwischen 30–50%, ist eine Erstattung von 40% möglich.
  • Bei einem Umsatzeinbruch von 30% oder weniger ist keine finanzielle Hilfe vorgesehen.

Wie bei der Soforthilfe, so muss auch für die Überbrückungshilfe nachgewiesen werden, dass dem Betrieb akut durch die Corona-Pandemie finanzielle Probleme entstanden sind. Der Antragsteller darf nicht bereits Ende 2019 in finanziellen Schwierigkeiten gewesen sein.

Die Überbrückungshilfe muss nicht zurückgezahlt werden. Sie ist, wie der Zuschuss der Soforthilfen, steuerpflichtig. Die Hilfe wird auf Basis von Umsatzprognosen für die Fördermonate ausgezahlt. Zu viel gezahlte Beträge müssen gegebenenfalls zurückgezahlt werden.

Die Antragstellung kann nur über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer erfolgen. Eine Ausnahme gilt nur für Solo-Selbständige, die eine Förderung von bis zu 5.000 Euro beantragen, und die unter besonderen Identifizierungspflichten jetzt direkt antragsberechtigt sind. Als Voraussetzung benötigen sie allerdings ein ELSTER-Zertifikat. Informationen dazu gibt es auf dem ELSTER-Portal.“

Die Antragsfrist für die Hilfe endet am 31.01.2021.

Weitere Information zur Corona-Überbrückungshilfe ist auf der Webseite www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zu finden.

Häufige Fragen werden auf dieser FAQ Seite des Ministeriums ausführlich beantwortet. Für Imker interessant sind z.B. die Antworten auf:

  • Wer ist direkt oder indirekt betroffen bzw. wer gilt als indirekt über Dritte betroffen? Es gibt dort einen detaillierte Erläuterung mit Beispielen.
  • Wie ist die Regelung für Mischbetriebe?
  • Wie wird der Umsatz definiert?

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