Weltbienentag am 20. Mai 2020 Bienen, Hummeln & Co. wünschen sich Vielfalt statt Einfalt

Am 20. Mai 2020 findet weltweit der dritte Weltbienentag statt. Der Weltbienentag ist unseren Honigbienen, Wildbienen und weiteren bestäubenden Insekten gewidmet. Fast 80% aller Blütenpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen.

Ohne diese Bestäubungsleistung hätte die Bevölkerung enorme Versorgungsprobleme, denn ein Grossteil unserer Nahrungsmittelproduktion hängt von dieser oftmals als selbstverständlich wahrgenommenen Arbeit ab. Betroffen wären insbesondere der Obst- und Gemüseanbau, aber auch großflächig angebaute Ackerkulturpflanzen wie Raps, Sonnenblumen oder Ackerbohnen.

Das Thema Bienensterben ist medial zunehmend in den Fokus gerückt. Durch das vermehrte Interesse an Bienenhaltung konnte sich der in den letzten Jahrzehnten rückläufige Bestand der Honigbienenvölker vielerorts inzwischen erholen, insbesondere in städtischen Gebieten.
Annette Seehaus-Arnold, Präsidentin unseres Verbandes, stellt jedoch klar: «Das Problem wird nicht gelöst, wenn in jedem Garten oder auf jedem Balkon Bienenstöcke aufgestellt werden. Wichtig ist dafür zu sorgen, dass es den Bienen gut geht. Hierzu braucht es Blühflächen, die sich wie ein Flickenteppich über ganz Deutschland verteilen.»

Unsere Wünsche zum Weltbienentag an die Bevölkerung und Politik:
– Wir bitten die Kommunen, die öffentlichen Flächen
bienenfreundlich zu gestalten und zu bewirtschaften.
– Wir bitten Unternehmen ihre Firmengelände naturnah zu gestalten und     damit Lebensräume für Insekten zu schaffen.
– Bepflanze Deinen Garten oder Balkon mit blühenden Pflanzen.
– Ökologischen Landbau und nachhaltige Bewirtschaftung fördern.
– Wiesen und Weiden als artenreiche Lebensräume fördern.
– Mehr Hecken, Blühflächen und Grasstreifen am Wegesrand.
– Weniger oder besser keine synthetischen Pflanzenschutzmittel anwenden.
– Eine Effektive finanzielle Unterstützung für Bauern, die mehr für die Umwelt und Gesellschaft tun wollen.
– Honig aus deutscher Produktion kaufen. Dies unterstützt die heimischen Berufsimker.

Und zu guter Letzt: Viele erinnern sich sicherlich noch an die starke Antrittsrede der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner: «Was für Bienen schädlich ist, muss weg vom Markt – sonst sind irgendwann alle anderen weg vom Markt.»
Stand heute sterben immer noch Bienen an Vergiftungen*, verursacht durch Pestizide!
Wenn sich daran nichts ändert wird die Bevölkerung zunehmend vor grossen Problemen stehen.

*Die Untersuchung von Bienenvergiftungen erfolgt durch das Julius Kühn-Institut. Im Jahre 2019 wurden dem Institut 132 Fälle gemeldet.

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