Mittelwände einkaufen auf ist Vertrauenssache. Man gibt sein gutes Wachs im Tausch gegen Wachs von anderen Imkereien. Beide Seiten, Imker wie auch Umarbeiter, können nach den derzeitigen Bestimmungen ohne weiteres auch schummeln. Denn der Begriff Bienenwachs lässt von Seiten des Gesetzgebers sehr viel Interpretationsspielraum.
Wenn jedoch die Mittelwände für Bienen bzw. die Brut toxisch sind, oder man gar vollsynthetisches Wachs als Eigenwachs-Umtausch zurück bekommt, dann ist das mehr als nur Betrug! Das Vertrauen in einen funktionierenden Markt ist dahin!

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Hier sieht man die extremen Propolis-Ablagerungen
(c) Markus Bärmann

In letzter Zeit häufen sich die Meldungen um gepanschte oder giftige Mittelwände. Meist wird in dem Zusammenhang von sehr lückenhaften Brutnestern berichtet, in Verbindung mit extrem ausgebildeten Propolisanlagerungen an den Zellrändern. Oder von Waben, welche ohne ersichtlichen Grund abrutschen (vor allem bei senkrecht gedrahteten Waben).

Wenn Sie oder Bekannte von Ihnen auch Opfer dieser Betrügereien wurden, bitten wir Sie, zum Einen umgehend Anzeige bei der Polizei zu stellen und sich zum Anderen bei wachsprobleme@online.de zu melden, damit wir die Infos bündeln und die bereits ermittelnde Staatsanwaltschaft unterstützen können. Die Betrügereien erstrecken sich nach unserem Kenntnisstand über große Teile Europas.

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Der Zellboden ist nicht wie üblich ein Sechseck, sondern sehr rund ausgebildet, so wie es sonst nur bei Königinnenzellen der Fall ist
(c) Markus Bärmann

Helfen Sie also mit, mehr Klarheit in diese Sache zu bekommen und teilen Sie diese Info auch anderen mit!

Der Vorstand

 

Zulassung geändert - Anwendungen in Blütezeit weiterhin eingeschränkt.

Die EU-Kommission hat im Juli 2015 die Verordnung 2015/1200 hinsichtlich der Höchstgehalte an Rückständen von Amidosulfuron, Fenhexamid, Kresoximmethyl, Thia­cloprid und Trifloxystrobin in oder auf bestimmten Erzeugnissen erlas­sen. Darin sind auch die Werte für Thiacloprid in Honig und sonstigen Imkereierzeugnissen neu festgesetzt. Der neue Wert von 0,05 mg/kg gilt ab 12. Februar 2016. Bisher lag der MRL (Maximum Residue Level) bei 0,2 mg/kg.
Thiacloprid ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Neonicotinoide, der häufig im Rapsanbau eingesetzt wird und zu entsprechenden Rückstän­den in Bienenprodukten führt. Nach unseren Erkenntnissen könnten in Rapsanbauregionen mehr als 10% der Honige nicht mehr verkehrsfä­hig sein. In anderen Gebieten und anderen Honigsorten wären immer­hin ca. 4% von der Änderung betrof­fen. Der neue niedrigere MRL gilt nicht nur für Honig, sondern auch „sonstige Imkereierzeugnisse“, z. B.Blütenpollen. Ob bei einer Charge der MRL tatsächlich eingehalten wird und das Produkt damit noch verkehrsfähig ist, kann nur eine Analyse ermittelt werden.
In den letzten Monaten haben wir mit allen erdenklichen Wegen ver­sucht herauszubekommen, wie es zur Absenkung des MRLs gekom­men ist und wie die Behörden damit umgehen werden. Dazu muss man verstehen, wie das Verfahren zur Festlegung eines Grenzwertes in der EU funktioniert.
Wenn von niemandem eine An­wendung angemeldet wird, wird automatisch die offizielle Bestim­mungsgrenze (LoQ) als Grenzwert festgelegt, welche in diesem Fall bei 0,05 mg/kg liegt.
EU thiaclopridWird jedoch eine Anwendung ge­meldet, dann wird der Grenzwert auf den „Worst Case“ gesetzt, der bei einer Anwendung nach der guten fachlichen Praxis vorkommen kann.
Zur Absenkung des MRLs beim Honig kam es, weil vom Hersteller (Bayer) und den zuständigen Be­hörden (UK und DE) nur eine An­wendung von Thiacloprid für Raps angemeldet wurde, aber keine für Honig.
Nun bemühen sich Hersteller und dienstleistende Behörden, diese „Panne“ zu korrigieren. Die EFSA ist in der EU für die Risikobewer­tung zuständig und bestätigte unsauf Anfrage, dass das deutsche Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) schon im Juni letzten Jahres einen Antrag zur Erhöhung des MRLs von Thiacloprid bei der EFSA ge­stellt hatte.
Am 1. März veröffentlichte die EFSA dann einen Bewertung nach welcher bei den vorgeschlagenen MRLs von 0,15 oder 0.2 mg/kg keine Gesundheitsrisiken für den Verbraucher zu erwarten seinen.
Damit könnte die EU-Kommission nun den alten Wert als neuen Wert festlegen. Dazu sind aber Bera­tungen mit den Mitgliedsstaaten erforderlich. Das Thema stand auf der Tagesordnung des zuständi­gen Ständigen Ausschusses PAFF (Standing Committee on Plants,Animals, Food and Feed) für den 22. und 23. März. Im Vorfeld wurde bekannt dass Frankreich sich gegen die erneute Veränderung des MRLs aussprechen würde. 

In der aktuellen Ausgabe von DBIBnews haben wir für unsere Mitglieder die Positionierung des DBIB zum neuen Rückstandshöchstwert für Thiacloprid in Bienenprodukten dargestellt. In der Zwischenzeit haben wir intensiv an dem Thema weiter gearbeitet und es gibt wichtige zusätzliche Informationen, die bei Redaktionsschluss von DBIBnews noch nicht vorlagen. 

Inzwischen wissen wir, dass die Sitzung des PAFF Ausschusses der EU-Mitgliedsstaaten, wo diskutiert werden sollte, ob der MRL auf den alten Wert von 0,2 mg/kg zurückgesetzt werden würde, wegen der Terroranschläge in Brüssel nicht statt fand.

Für den 13. und 14. April wurde dieser Punkt erneut auf die Tagesordnung gesetzt und abgestimmt. Nach inoffiziellen Quellen hat Frankreich sich mit seinen Argumenten für eine Beibehaltung des aktuell geltenden Wertes von 0,05 mg/kg nicht durchgesetzt. Nur Frankreich und Slowenien haben sich der Stimme enthalten. Alle anderen Mitgliedstaaten stimmten für den deutschen Vorschlag. Da zuvor die Zeit für eine Änderung vor Beginn der Anbausaison abgelaufen war, hatte das  Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) seinen Plan B aktiviert bei zwei Pflanzenschutzmitteln mit dem Wirkstoff Thiacloprid die Zulassung so geändert, dass in bestimmten Kulturen die Anwendung in der Blütezeit nicht mehr zulässig ist. Wir hatten dieses Vorgehen des BVL ausdrücklich begrüßt. Anbei finden Sie die vollständige Mitteilung der Behörde zu dieser Entscheidung.

Aktuell gilt der Rückstandshöchstgehalt von 0,05 mg/kg Thiacloprid in Honig. Der gerade in Brüssel verabschiedete Wert soll am Tag nach der Veröffentlichung der Verordnung in Kraft treten. Bis dahin werden noch etwa 3 Monate vergehen. Der Text muss nach der Übersetzung in die Amtssprachen noch zwei Monate bei Rat und Parlament liegen. Die Einschränkungen bleiben bis dahin bestehen, damit die Imker wir kein Problem mit der Vermarktung der Frühtracht haben werden. Das BVL wird erst nach der offiziellen Veröffentlichung des neuen / alten MRLs entsprechend reagieren.

Wie in bereits ausgeführt, haben wir uns aus der Debatte um den richtigen Wert bewusst herausgehalten und uns in den letzen Monaten darauf konzentriert, für Maßnahmen zu werben, die nicht nur auf dem Papier etwas ändern. Die nun verfügte Änderung der Zulassung ist geeignet, die Belastung von Mensch und Biene durch Thiacloprid tatsächlich zu verringern, anstatt nur den Grenzwert an den „Worst Case“ der bestehenden Praxis anzupassen.

Welche Strategie hat der DBIB in den letzten Monaten gefahren?

oekotestWegen der Auswirkungen auf die Bienengesundheit und Bienenpro­dukte steht Thiacloprid ohnehin schon lange im Rampenlicht (Siehe Titelseite von Ökotest vom November 2014). Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutsch­land (BUND) hatte im vergangenen Jahr seinen Rechtsstreit gegen die Bayer CropScience gewonnen und darf ohne Einschränkung behaup­ten dass zwei von Bayer hergestellte Thiacloprid-Produkte für Bienen gefährlich sind. Aus bestimmten Kreisen wurde das MRL-Problem so dargestellt, als hätten sich die Imker dies mit ihrer Anti-Pestizidkampagne selbst eingebrockt. Das ist natürlich voll­kommener Unsinn, denn bei diesem Wert geht es um Verbraucherschutz und nicht um den Bienenschutz.
Über die Wirkung von Pestiziden auf unsere Bienen können wir eini­ges sagen. Eine humantoxikologische Bewer­tung eines Risikos für die mensch­liche Gesundheit zur Festlegung eines MRLs gehört jedoch nicht zu unserer Kernkompetenz. Dementsprechend haben wir uns aus der Debatte um den richtigen Wert bewusst herausgehalten und uns da­rauf konzentriert, für Maßnahmen zu werben, die nicht nur auf dem Papier etwas ändern. In jedem Fall erscheint es uns sinn­voll, die Belastung von Mensch und Biene durch Thiacloprid zu verrin­gern.
Dies kann entweder durch ein Ver­bot oder wenigstens durch strengere Auflagen bei der Anwendung ge­schehen.
Schon bevor der neue Grenzwert bekannt wurde, hatten wir uns für den möglichst breiten Einsatz der DropLeg Düsen eingesetzt. Minister Schmidt hatte sich schon 2013 mit den DropLegs gebrüstet und als großer Bienenfreund dar­gestellt. Das Problem ist allerdings,dass wir seitdem ständig Ausreden zu hören bekommen, warum das bisher noch nicht geschehen ist. Angeblich seien die Droplegdüsen noch nicht zugelassen. Dies müsse über das JKI noch geschehen. Auch seinen die Düsen zu teuer und ein zusätzlicher Arbeitsaufwand.
Wir haben uns in einer Telefon­konferenz mit dem Hersteller der DropLeg-Düsen noch einmal genau über Zulassung und Verfügbarkeit dieser Technik informiert.
Dabei hat sich herausgestellt, dass es bei der noch ausstehenden Zulassung der Droplegs nur um den Nachweis einer Verminderung der Abdrift geht, weil dann die Abstände zu Gewässern reduziert werden könn­ten. Bei Einhaltung der gleichen Abstände wie bei konventioneller Spritztechnik dürfen die Droplegs aber schon heute eingesetzt werden und es gibt auch schon Landwirte,die das schon tun. Da sind sogar Lohnunternehmer dabei, die große Flächen behandeln. Es gibt keinen Grund die Düsen nicht einzusetzen. Wir haben erreicht, dass der Hersteller die Verantwortlichen beim BVL noch einmal direkt über den Sachstand informiert hat (Siehe PDF unten). Allerdings sind diese Düsen keine Wunderwaffe und können nur Teil eines Maßnah­menpaketes sein zur Reduzierung von Thiacloprid in Umwelt und Nahrungsmittel sein.

Klar ist, dass irgendwelche Versuche interessierter Kreise, die Landwirte nun gegen die Imker aufzuhetzen, um vom Eigentor beim Festlegen des MRLs abzulenken, jeglicher Grundlage entbehren.

Wir werden unsere Mitglieder über die weitere Entwicklung informieren.

Walter Haefeker

 

 

DBIB FlyerFür Mitgliederwerbung, Informationsweitergabe und weitere Anlässe hat der DBIB nun einen Imageflyer herausgegeben. Hier werden die Ziele und Aufgaben sowie die Vorteile einer Mitgliedschaft übersichtlich dargestellt.

Dieser Flyer steht allen Interessierten hier auch als Download zur weiteren Verwendung zur Verfügung.
Mögliche Exemplare in Papierform können ggf. bei der Verwaltung angefragt werden.

 

Aussteller "Congress Union Celle - Großer Saal und Foyer" 2017

 

Firma Strasse PLZ Ort  
         
Biene & Natur GmbH Abtsdorfer Sand 8 D-96158 Frensdorf info@biene-und-natur.de;
Bienen-Voigt & Warnholz GmbH & Co. KG. Beim Haferhof 3 D-25479 Ellerau versand@warnholz.de;
Bienen-Weber Imkereibedarf Trebnitz Nr. 65 B 07554 Gera - Trebnitz bienenweber@t-online.de;
Capaz - Koch GmbH Hauptstr. 7 D-77704 Oberkirch info@capaz.de;
Carl Fritz Imkertechnik GmbH & Co. KG  Immenweg 1 D-97638 Mellrichstadt info@carl-fritz.de;
Cum Natura GmbH Am Froschbächle 17 D-77815 Bühl heidi.bauer@cumnatura.de;
Der Original Honigmann Am Deich 42 D-26676 Barßel info@deroriginalhonigmann.de
Dt.Bauernverlag GmbH Wilhelmsaue 37 D-10713 Berlin ralf.buerger@bauernverlag.de;
Landhotel-Berufsimkerei "Zum Honigdieb" Bäderstraße 6a D-18311 Ribnitz-Damgarten zum-honigdieb@t-online.de
Hähnle Imkereibedarf Burgstraße 24 D-34593 Knüllwald-Wallenstein haehnle-keppler@t-online.de;
HAMAG Elektromaschinenbau Gansbichlstr. 26 D-86807 Buchloe info@hamag-maschinenbau.de
Holtermann Bienenzuchtbedarf Scheesseler Straße 12 D-27386 Brokel info@holtermann.de;
 Europäischer Buckfast Verband GdeB Am Heisterkamp 7 D-29456 Hitzacker/Elbe  www.gdeb.eu
iT-technik Hauptstr. 67 D-77728 Oppenau info@imkerei-technik.de;
Jakel Imkereitechnik Römerkastellstr. 25 D-74722 Buchen b.jakel@t-online.de
Lahmann Honigdruckfilter Waldweg 15 D-38489 Rohrberg OT Bierstedt friedrichlahmann@gmx.net;
Le Pabic Happy Keeper 20,avenue des Acacius F-92500 RUEIL- MALMAISON jp.lepabic@gmail.com;
Ligoma Imkereibedarf Kanzelwandstrasse 9 D-87719 Mindelheim info@@ligoma.de;
Lindesa Simmerer Str. 7a D-50935 Köln mm@drmatzel.de;
Lyson Imkereibedarf Raclawicka 162 PL-34-125 Sulkowice annarusinek@lyson.com.pl;
Morelabels GmbH Niemannsweg 18 D-24105 Kiel vertrieb@morelabels.de;
Muhr Imkereibedarf Hagengruber Straße 1 D-94267 Prackenbach info@imkereibedarf-muhr.de;
Nordzucker AG Braunschweig OT Növenthien 50 D-29562 Suhlendorf info@nordzucker.de;
Swienty A/S Hortoftveg 16 DK 6400 Sonderborg bjorn@swienty.com;
Wagner Imkertechnik Im Sand 6 69427 Mudau info@imkertechnik-wagner.de;
Weiland Produktservice Leipzigerstr. 33 D-01097 Dresden info@nassenheider.com;
WET-Thermplate Siemensring 110 D-47877 Willich info@wet-thermplate.de