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Der Lebensraum der bestäubenden Insekten, wie der der Bienen ist in Gefahr. Zunehmende Umweltbelastungen und der Mangel an artenreichen Blütenpflanzen machen den Tieren das Leben schwer.

Für das Nahrungsangebot der in Thüringen gehaltenen Bienenvölker wurde bis jetzt aber nur unzureichend etwas getan. An Autobahnen, Bahnstrecken und auf den öffentlichen Flächen in Städten und Gemeinden sind mehr Blühpflanzen zu finden als in der Thüringer Agrarlandschaft, die sich jedes Jahr nach der Rapsblüte in eine grüne Wüste verwandelt.

Damit sich an dieser Situation etwas ändert, haben die Thüringer Imkerverbände und der NABU Thüringen eine gemeinsame Position mit Forderungen an Politik und Landwirtschaft verfasst.

Im Rahmen eines Pressegespräches möchte wir Ihnen diese Position gerne vorstellen.

Datum: 12.02.2013
Uhrzeit: ab 11 Uhr
Ort: Bienenmuseum Weimar, Ilmstraße 3, 99425 Weimar

Als Gesprächspartner stehen Ihnen zur Verfügung:
Rainer Hanke (Stellvertretender Landesvorsitzender des NABU Thüringen)
Frank Reichardt (Vorsitzender des Landesverband Thüringer Imker e.V.)
Dieter Kremerskothen (Landesgeschäftsführer des Deutscher Berufs- und Erwerbsimkerbund e.V. – Landesgruppe Thüringen)
Mike Wünscher (2. Vorsitzender der Buckfast Imker Sachsen-Anhalt Thüringen)

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Ehrhardt
Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
NABU Thüringen e.V.
Tel.: (0 36 41) 60 57 04
Fax: (0 36 41) 21 54 11
E-Mail: Juergen.Ehrhardt@NABU-Thueringen.de

CRW 5116Im Rahmen der Eröffnung des Großimkertages Soltau 2013 wird wieder der Schwarze Pinsel an Personen in Politik und Wissenschaft verliehen, die durch Entscheidungen der Imkerei am meisten geschadet haben.

In diesem Jahr geht dieser Preis unter anderem an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), weil sie den Standpunkt vertritt, dass Deutschland als Chemiestandort die Rahmenbedingungen für die Agro-Gentechnik verbessern muss.

Zitat: "Sie gestatten sicherlich noch einen abschließenden Satz zu der Gentechnik. (...) Deutschland ist ein Chemiestandort. Und wir müssen es schaffen, gentechnisch veränderte, nachwachsende Rohstoffe nicht zum Konsum, zum Essen, sondern für die chemischen Reaktionen herzustellen. Die Bedingungen sind jetzt schlechter als in allen anderen europäischen Ländern, das ist die Wahrheit. Und deshalb wird Deutschland sich auf diesem Gebiet nicht so entwickeln, deshalb werden wir das auch ändern. (...) Das ist von der BASF bis zu anderen Chemieunternehmen eine ganz wichtige Sache."

Manfred Schwarzer Pinsel kleinDiese Position hat der Imkerei in Deutschland massiv geschadet. Die Folge davon war und ist die Intensivierung der Versuchsanordnungen für Freilandversuche von Gentech-Pflanzen, bessere Rahmenbedingungen für Biogaserzeugung durch Mais-Monokulturen durch hohe Subventionen und der damit einhergehende massive Pestizideinsatz durch Neonikotinoide und andere Gifte wie Glyphosat.

Markus ImhoofPestizide, Antibiotika, Monokulturen - Bienen schweben in höchster Gefahr. Dies zeigt der Film "More than Honey" von Markus Imhoof. Da Imhoof in einer Imkerfamilie aufwuchs, berührt ihn das Thema auf ganz besondere Weise. Im Landesschau Studio spricht er über die Arbeit an dem Film und die Auswirkungen des Bienensterbens.

SWR: Gast im Studio: Markus Imhoof, Filmemacher

5.12.2012 | 18.45 Uhr | 10:22 min

 

Link zum Video in der SWR-Mediathek:
http://swrmediathek.de/player.htm?show=2e73d300-3f12-11e2-ae8c-0026b975f2e6

Der Physiker Albert Einstein soll einmal gesagt haben: „Wenn die Bienen aussterben, sterben vier Jahre später auch die Menschen aus.“ Im Dokumentarfilm MORE THAN HONEY geht der renommierte Schweizer Regisseur und Enkel einer Imkerfamilie Markus Imhoof („Der Berg“, „Die Reise“, Oscar®-Nominierung für „Das Boot ist voll“) dem rätselhaften Bienensterben auf den Grund.

Mit ungeahnter Präzision macht er das Leben der Biene sichtbar und porträtiert diejenigen, die am meisten davon profitieren: die Menschen. Während ein Schweizer Bergimker das Bienensterben mit Traditionstreue abzuwehren versucht, ist die Apokalypse in China schon längst Realität. Imhoof trifft hier auf das Geschäft mit den Pollen. Er spricht mit einem quer durch die USA ziehenden Bienenchauffeur und mit Königinnenzüchtern, die ihre lebendige Ware per Post in die ganze Welt verschicken. Imhoofs tief beeindruckende Bestandsaufnahme des Bienenlebens verdichtet sich zu einer traurigen Diagnose unserer Zeit, in der Naturprodukte massenhaft verfügbar sein müssen. Die Biene steht im Zentrum dieses Widerspruchs, denn keinem anderen Tier wird heute so rigoros beides abverlangt: Quantität und Qualität.

Markus Imhoof spürt den Bedeutungen nach, die die Biene seit ewigen Zeiten für den Menschen verkörpert und wagt einen schrecklich schönen Blick in den Abgrund, der eine Welt ohne Bienen zweifellos wäre.

 
morethanhoney