Thüringer Imkerverbände und der NABU Thüringen stellen gemeinsame Position vor

Pressekonferenz Weimar kleinDie Thüringer Imkerverbände und der NABU Thüringen stellen in Weimar ihre gemeinsame Position zur Situation der bestäubenden Insekten vor. Zunehmende Umweltbelastungen und der Mangel an artenreichen Blütenpflanzen machen Honigbienen, Wildbienen und vielen anderen Insekten das Leben schwer.

Das Summen der Bienen in einem blühenden Obstbaum ist ein Stück Lebensqualität und gehört zum Frühling wie der erwachende Gesang der Vögel. Doch vielerorts verstummt dieses Summen in der Landschaft. Viele Bienenvölker kämpfen, geschwächt durch zahlreiche Umweltfaktoren, um ihr Überleben. Die Zahl der Bienenvölker, die diesen Kampf verlieren, ist jedes Jahr bedenklich hoch. Aber auch die Vielfalt von Wildbienen und der von ihnen bestäubten Blütenpflanzen ist während der letzten Jahrzehnte merklich zurückgegangen. Dies hat gravierende Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem.

Damit sich an dieser Situation etwas ändert, haben der Landesverband Thüringer Imker, die Landesgruppe des Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes, die Buckfast-Imker Sachsen-Anhalt-Thüringen sowie der NABU Thüringen eine gemeinsame Position mit Forderungen zur Verbesserung des Lebensraums für bestäubende Insekten an Politik und Landwirtschaft verfasst.

Die Verbände fordern unter anderem von der Landesregierung einen Aktionsplan für blühende Landschaften. Dieser muss über alle Naturräume und Landnutzungsformen hinweg einen Mindestanteil von 10 Prozent ökologischer Vorrangflächen sichern. Das gilt in erster Linie für das Offenland. Durch ökologische Vorrangflächen soll die Biodiversität gefördert werden. Blühstreifen und Ackerraine mit regionaltypischen und insektenfreundlichen Pflanzen können dazu beitragen, so die Verbände.

Die Position beinhaltet auch ein Verbot von Neonicotinoiden und anderen bienengefährlichen Wirkstoffen. Solche Mittel können bei den Bienen zu Flug- und Navigationsproblemen führen, sie können die Fortpflanzungsfähigkeit einschränken oder sogar zum Tod der Bienen führen.

Die Thüringer Imkerverbände und der NABU sind überzeugt, dass ein gemeinsames Handeln für eine bienenfreundliche Umwelt zum Erfolg führt. Die Unterzeichner der Position werden auch in der Zukunft sehr eng zusammenarbeiten, wenn es um das Ziel blühender Landschaften in Thüringen geht.


 

Der kritische Agrarbericht“ wird seit 1993 alljährlich vom AgrarBündnis e.V. herausgegeben, einem Zusammenschluss von derzeit 24 Verbänden der bäuerlichen und ökologischen Landwirtschaft, des Umwelt- und Naturschutzes, des Tierschutzes, der Entwicklungszusammenarbeit sowie der Kirchen. „Der kritische Agrarbericht“ dokumentiert die ganze thematische Breite der agrapolitischen Debatte eines Jahres vor dem Hintergrund der europäischen und weltweiten Entwicklung.

Der kritische Agrarbericht ist in Buchform sowohl im Abo als auch einzeln unter folgender Anschrift erhältlich (ältere Ausgaben der Jahre 1993 bis 1998 zu erheblich vergünstigten Sonderkonditionen):

ABL Verlag
Bahnhofstr. 31
D-59065 Hamm
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Fax: 02381 / 292221
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Internet: www.bauernstimme.de

 

 

Artikel von Walter Haefeker zum Kritischen Agrarbericht 2013:

 

Überraschung: Post von Frau Aigner! Mitten im Trubel der Demo „Wir haben es satt!“ erreicht Campact.de eine E-Mail aus dem Landwirtschaftsministerium. Dr. Immo Janz, Referent für Bürgerangelegenheiten, nimmt darin für seine Ministerin Stellung zu unserem Bienen-Appell, den mittlerweile über 190.000 Bürger/innen unterzeichnet haben.

Der Brief aus dem Ministerium zeigt deutlich, dass Ilse Aigner das Bienensterben als ein Anliegen vieler Bürger/innen nicht länger ausblenden kann. Genauso macht die Art des Briefes deutlich, dass die Ministerin glaubt, sie könne die Initiatoren mit halbgaren Aussagen zu Deutschlands Vorreiterrolle im Agrar-Umweltschutz abspeisen. Das ist besonders ein Affront gegen den DBIB e.V., der sich seit Jahrzehnten in verschiedensten Gremien und mit großer Expertise für die Belange der Bienen einsetzen.

Quelle: Campact.de, Ganzen Artikel lesen...

 

"Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben." Albert Einstein. 

Bienen auf der ganzen Welt sterben. Ihr Verschwinden bedroht unsere Nahrungskette und die natürliche Vielfalt. Eine der Ursachen: giftige Pestizide, in denen sogenannte Neonikotinoide enthalten sind. Am 31. Januar könnte die Europäische Kommission diese giftigen Stoffe verbieten. Wir müssen schnell handeln.

Zum ersten Mal hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einer Studie bestätigt, dass der Einsatz von Neonikotinoiden mitverantwortlich für das Bienensterben ist! Eine Meinung, die wir Imker, Bürger und Verbände schon lange vertreten.

Im Verdacht hat die Aufsichtsbehörde Insektizide des deutschen Herstellers Bayer und des Schweizer Syngenta-Konzerns. Die EFSA warnt ausdrücklich vor den Gefahren für Bienen durch die drei Insektizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam.

Rund ein Drittel der globalen Lebensmittelproduktion und wahrscheinlich zwei Drittel der wichtigsten Nahrungspflanzen sind von Bestäubern wie Bienen abhängig.

Doch unter dem Druck der Pestizid-Industrie könnten die europäischen Behörden beschließen, dem Rat der EFSA nicht zu folgen und kein vollständiges Verbot dieser Pestizide beschließen.

Es bleiben uns nur wenige Tage, um die Europäische Union zu bitten, die bienenfeindlichen Pestizide zu verbieten. Gemeinsam wollen wir eine Bürgermobilisierung in ganz Europa starten und der EU zeigen, dass jetzt der Zeitpunkt zum Handeln gekommen ist. 

Vielen Dank für Ihre Unterschrift. Leiten Sie diese Petition gerne an Ihre Freunde weiter.

Das Wohlergehen der Bienen muss höchste Priorität haben.

 

Hier geht es zur Unterschrift!